Luhrmannhof
 

Der Garten

Im Gemüsegarten hinter dem Schweinestall ist allerlei los: Es summen Insekten und erfreuen sich an der Vielzahl der Pflanzen, Menschen graben Böden um, pflanzen neues Gemüse, ernten es und genießen die Gartenlandschaft bei einem Tee. Manchmal fressen kleine Mäuse die Anzucht im Gewächshaus auf oder die Schnecken laben sich an den kleinen Zucchinis, aber die Hofis nehmen dies mit Gelassenheit; so ist es halt. Es ist den Gemüsegärtner*innen wichtig, den Boden und Flora und Fauna zu schonen bzw. zu bereichern. Einzig die Hühner erhalten keinen Zutritt zum Gemüsegarten; all die Mühe mit dem Sähen und Pflanzen wäre wohl vergebens, wenn die Hühner munter in den Beeten rumscharren könnten.


Bei regelmäßigen Gartentreffs macht die Arbeit gleich noch mehr Spaß und es wird überlegt, was im Garten und seinen zwei Gewächshäusern alles so wachsen und gedeihen soll oder wer sich um das Gießen kümmert. Dabei bekommen die Hofis manchmal auch Unterstützung von erfahrenen Landwirt*innen des ökologischen Gemüse-Anbaus und ein Workshop zum Obstbaumschnitt gab es auch bereits.

Und dann gibt es da noch den kleinen, mit Birnenbäumen und Birken eingerahmten Garten vor dem Gemüsegarten, der gerne zum morgendlichen Yoga oder zum Meditieren genutzt wird und in dem Hängematten und Wäscheleinen gespannt sind.


Die zwölfköpfige Hühnerschar erfreut und belebt täglich das Hoftreiben. Die Hühner sind alle sehr zahm und viele picken den Hofis die Körner gerne aus der Hand. Die Hühner sind dabei ein bunt zusammengewürfelter Mix aus verschiedenen Rassen. Das kommt auch daher, weil die Hühner teils übernommen werden, um sie vor einer Schlachtung anderswo zu retten. Auf dem Hof genießen sie nun den großen Auslauf und nehmen Sonnenbäder im Sand, wobei sie ihre Flügel und Beine weit spreizen oder scharren in Beeten oder auf dem Kompost. Manchmal rennen sie auch wie wild über die Wiese und versuchen Fliegen zu fangen. Es macht einfach Spaß, den kleinen Rackern zuzugucken, wie sie ihren Tag verbringen; da sieht mensch auch mal darüber hinweg, dass die Hühner ihre Kloake gerne auch mal auf den Wegen vor den Häusern entleeren.

Und natürlich gibt es auch Hofis, die sich den Hühnern besonders verbunden fühlen und sie füttern, den Stall ausmisten, zum Tierarzt fahren, Eier im Stall sammeln und in wilden Nestern auf dem Hof suchen und sich Namen für die Hühner einfallen lassen.

Hier gibt es noch eine Geschichte zu einem ganz besonderem Huhn:

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/2197422/wer-hat-marietta-gesehen-huhn-ist-in-osnabrueck-verschwunden

 








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